Hyaluronsäure


Konservative Therapie bei Arthrose

 

Arthrose entsteht durch mechanischen Abrieb der Knorpelschicht mit dann zunehmenden entzündlichen Veränderungen. Das wiederum hat eine Beschleunigung der langsam fortschreitenden Abnutzungserscheinung des Gelenkknorpels und der angrenzenden Knochenstruktur zur Folge. Vollständig sind Ihre Ursachen allerdings noch nicht geklärt.

Bereits mit 35 Jahren hat ein Drittel der Bevölkerung arthrotische Veränderungen in mindestens einem Gelenk. Wegen ihrer großen Verbreitung und der Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung muss die Arthrose als Volkskrankheit angesehen werden. Besonders häufig betroffen ist das Kniegelenk, da dort die mechanischen Belastungen am größten sind. Trotz ausgewogener Ernährung, angemessener körperlicher Belastung und physikalischer Maßnahmen ist die Einnahme von Medikamenten bei Arthrose meist nicht zu vermeiden. In der Arthrose-Therapie muss man unterscheiden, ob es primär um die Bekämpfung entzündlicher Schübe im Rahmen der „aktivierten Arthrose" geht oder um eine Dauertherapie im entzündungsfreien Intervall. In der Dauertherapie gibt es eine Reihe den Knorpelabbau bremsender Medikamente, die z.B. direkt in das Gelenk injiziert werden um am Knorpel optimal zu wirken.

Sie enthalten Bestandteile des Gelenkknorpels bzw. der Gelenkflüssigkeit (Hyaluronsäure). Die physiologische Wirkung der Hyaluronsäure im Gelenk zeichnet sich aus durch eine Verbesserung der:

  • Stoßdämpferfunktion (erleichterte Wasserabgabe und -aufnahme unter Be- und Entlastung)
  • Schmierfunktion (durch Optimierung der Viskosität)
  • Filterfunktion (für Entzündungsmediatoren und-zellen)
  • analgetische (schmerzlindernde) Funktion (durch Beschichtung der Schmerzrezeptoren)

Unser vorwiegend verwendetes Injektionspräparat enthält ein 

Glykosaminoglykan hoher Reinheit und kommt dem natürlichen Hyaluronat im Gelenk sehr nahe. Es erfolgen 3 bis 5 Injektionen im Abstand von je einer Woche. Die erzielte Wirkung hält dann ca. 1 Jahr an. Die Wirksamkeit ist insbesondere abhängig vom Grad der Arthrose: je früher die Hyaluronsäuretherapie eingesetzt wird, desto besser ist ihre Wirkung.

 

Indikationsübersicht und Einsatzgebiete:


Für jedes Synovialgelenk eine mögliche Therapieform:

 

  • Kniegelenke
  • Hüftgelenke
  • Schultergelenke
  • Sprunggelenke
  • Großzehengrundgelenke
  • Ellenbogengelenke
  • Handgelenke
  • Daumensattelgelenke
  • Fingergelenke
  • Facettengelenke der Wirbelsäule
 
Die Kosten der Hyaluronsäuretherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Probleme bei der Kostenerstattung bei privaten Kassen gab es bislang nicht.